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UNIQ-Peers präsentieren ihre Vorstellungen

Was die Rolle eines Nueva-Evaluators für die UNIQ-Peers bedeutet, haben diese bei der Abschlußpräsentation des Berliner Nueva-Projektes eindrücklich beschrieben.
An erster Stelle steht das Verdienen eigenen Gelds, denn dieses trägt viel zu selbstbestimmtem Leben bei. Sie wollen aber auch Veränderungen bewirken und einen Überblick über Angebote für Menschen mit Behinderung bekommen.
Neben den beruflichen Möglichkeiten geht es ihnen aber auch um die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit.

Besonders wichtig: Beim "über die Schulter schauen" wenn die Evaluatorinnen und Evaluatoren aus Österreich ihnen zeigen, wie sie es machen, lernt man am meisten. Das haben die UNIQ-Peers schon beim Test-Projekt in Berlin erfahren.

Qualitätszirkel platzt aus allen Nähten!


Nicht gerechnet haben die Gastgeber des 2. Qualitätszirkels am 30. April in der Reha Wohnen und Freizeit e.v. mit dem großen Andrang interessierter Gäste. Stuhl für Stuhl musste zusätzlich herbei geschafft werden, um sie alle im Seminarraum unterbringen zu können. Reinald Purmann vom Berliner Paritäter begrüßte die ausländischen Gäste, sowie die Vertreterinnen und Vertreter aus der Berliner Sozialpolitik, der Senatsverwaltung und gemeinnützigen Träger recht herzlich und die UNIQ-Peers berichteten von ihren Erfahrungen in der Testphase.

Siebert Harald„Wir sind sehr freundlich aufgenommen worden und es war sehr interessant für mich, zu erfahren, wie ich mich in so einer Situation verhalte“, meinte Harald Siebert.

Schaffrath Enrico„Wir haben die Begriffe im Nueva-Fragebogen bei manchen Fragen umformuliert, damit sie bei uns verstanden werden. Viele Interviewpartnerinnen und Partner haben aber nicht gewusst, ob sie einen Betreuungsvertrag oder einen individuellen Hilfeplan mit ihrem Träger haben“, zeigte sich Enrico Schaffrath betroffen.

Die UNIQ-Peers bemerkten, dass es ihnen manchmal schwer fiel, den Bewohnerinnen und Bewohnern zu erklären, was sie vorhaben und sich verständlich zu machen. In solchen Situationen empfanden sie jene Betreuerinnen und Betreuer als besonders hilfreich, die sie beim Vorstellungsgespräch für die Bewohnerinnen und Bewohner unterstützten.

In einem kleinen Überblick über die Situation in anderen europäischen Ländern berichtete Gengoux Gomez von Inclusion Europe, dass man in Spanien und in Finnland aktuell auch an der Entwicklung eines nutzerorientierten Evaluationsmodells arbeite.
Liza Kelly aus Irland beklagte, dass ihr Land in diesem Punkt noch am Anfang steht und will in naher Zukunft einen Qualitätszirkel in Irland organisieren, um Nueva bekannt zu machen.
Wolfgang Obwexer aus Italien ist mit seiner Organisation schon seit längerer Zeit Nueva-Partner und bildet aktuell 10 Nueva-Evaluatorinnen und Evaluatoren in Südtirol aus.
Auch in Berlin will man bald eine eigene Nueva-Ausbildung anbieten. Reinald Purman kündigte an, dass der Paritäter mit seinen Partnerorganisationen daran arbeitet, im Jänner 2010 mit einer Nueva-Ausbildung zu starten.
Enrico Schaffrath hat sich schon entschieden: „Ich will diese Ausbildung unbedingt machen und ein Nueva-Evaluator werden.“

Test in Berlin

April 2009

Schweng SabineWeber WilhelmSabine Schweng und Wilhelm Weber aus Österreich sind in Berlin eingetroffen und bereiten nun gemeinsam mit den Berliner Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter die Test-Evaluationen vor. Unterstützt werden sie von Hermann Brunnhofer und Martin Konrad von atempo.

Als Testpartner zur Verfügung gestellt haben sich die Aktion Weitblick GmbH und die Reha Wohnen und Freizeit e.V. Sie sind es auch, die Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter für die Mitarbeit am UNIQ Projekt frei gestellt haben. Die Intiative für die Berliner Test-Evaluationen kam vom Fachreferenten für Behindertenhilfe im Paritätischen Wohlfahrtsverband, Herrn Reinald Purmann.

Bevor die Interviews mit den Nutzerinnen und Nutzern dieser Träger starten, wird der Nueva-Fragebogen im ersten Qualitätszirkel in Berlin vorgestellt. Zu diesem Qualitätszirkel sind alle interessierten Akteurinnen und Akteure aus Sozialpolitik, Verwaltung, Träger, Fachkräfte und Nutzerinnen und Nutzer in Berlin eingeladen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Qualitätszirkels sollen damit die Möglichkeit erhalten, sich detailliert informieren und diskutieren zu können und den weiteren Verlauf des Projekts zu beobachten. Die Ergebnisse der Test-Evaluationen werden im zweiten Qualitätszirkel am 30. April 2009 vorgestellt und die weiteren möglichen Schritte für Berlin diskutiert.

Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales des Landes Berlin, vertreten durch Herrn Regierungsdirektor Uwe Lehmann ist hoch interessiert daran, am Projekt teilzuhaben und wird sich aktiv in die Diskussion einbringen.

Die Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter werden während des gesamten Test-Projektes von Frau Janna Harms von der Katholischen Hochschule für Sozialarbeit unter der fachlichen Leitung von Frau Prof. Monika Seifert begleitet.

Logo_Berliner Senat

Logo_Paritätischer Wohlfahrtsverband

Logo_Katholische Hochschule für Sozialberufe

Vertreterinnen und Vertreter aus von Inclusion Irland und der Lebenshilfe Südtirol in Italien werden von 28. bis 30. April die Test-Evaluationen in Berlin beobachten, um Hinweise für die Übertragung von Nueva in ihre Länder zu erhalten.

Für mehr Informationen wenden Sie sich bitte an Herrn Reinald Purmann vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin:purmann@paritaet-berlin.de.

Inclusion Ireland logo and title 001Lebenshilfe+Quadr+Bezei

UNIQ Peers auf Studienreise in Graz

März 2009

Harald Siebert, Thomas Plischkowsky, Nicole Thomas und Enrico Schaffrath waren von 22. bis 26. März 2009 auf Studienreise bei Nueva in Graz. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Norwegen und der Tschechischen Republik diskutierten sie den Nueva-Fragebogen mit den österreichischen Nueva-Evaluatorinnen.

DiskussionBesonders genau beschäftigte man sich in dieser Woche mit den 20 Kriterien zur Qualitätsdimension "Selbstbestimmung". Denn diese 20 Kriterien bilden das Kernstück für die Test-Interviews in Berlin. Die Berliner Expertinnen und Experten in eigener Sache arbeiten nun daran, die Sprache und Begrifflichkeiten an spezifische Berliner Gegebenheiten anzupassen.

Plichkowsky thomasEnrico Schaffrath:
"Vier Tage waren zu kurz, es hätte länger sein sollen.
Das Nueva-Team war super, man hat sich gut verstanden gefühlt, weil es auch Menschen mit Lernschwierigkeiten sind.
Ich finde es gut, dass so etwas länderübergreifend zustande kommt und dass Nueva nicht nur in Österreich bleibt, sondern europaweit ist - es ist wie ein kleiner Stein, der einen Fels ins Rollen gebracht hat."

Thomas NicoleNicole Thomas:

"Die Atmosphäre war so, dass man sich getraut hat, auch persönliche Dinge zu erzählen und auch Fragen zu stellen."

 

Siebert HaraldHarald Siebert:
"Ich habe gesehen, dass ich gut vortragen kann, auch so dass alle es verstehen.
Im Umgang mit anderen Menschen konnte ich viel lernen, aber ich bin dabei auch an meine Grenzen gestoßen."

 

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